rk4 von der Erfahrung.
man hierin betrogen sey. Die Vorhcrsagungenin hizigcn Krankheiten sind ungewiß sagt er, undman kann nicht unfehlbar versichern, ob dieKrankheit zum Tode oder zur Gesundheit gehe.Hippocrates hat sich darum mit Bitterkeit überdie Aerzte seiner Zeiten beklagt / die durch ihrecilcten und pralerischen Weissagungen eine an sichso wichtige Kunst lächerlich machten. DieseGriechischen Charlatans waren von der Art der-jenigen/ die in unsern Zeiten weissagen/ wer die-sen Winter kein Flußficbcr hat wird im Frühlingkräzig / wer im Frühling nicht kräzig ist wird imSommer ein Narr/ wer im Sommer kein Narrist stirbt im Herbst.
Zuweilen wiedersähet / daß Aerzte die nichtCharlatans sind / doch auch in unausstehliche Un-glükc verfallen/ wenn sie sich diesem Weissagungs-geiste allzulcichtsinnig überlassen. Ein Schweize-rischer Arzt den man nur darum für den größtenunter uns halt/ weil er bey dem Frauenzimmer mitdem guten Tone der berühmteste und folglich auchdcr reichste ist / ward ohnlängst von einer artigen
lungcn