Band 
I. Theil.
Seite
348
JPEG-Download
 

;;6 Von -er Erfahrung.

und besonders bey den grossen Blutgefäßen fastunmöglich war. So sehr obenhin dieses Gewächsgesondert werden konnte, so hielt es doch am Ge-wichte sechs und drey Viertel Pfund, und da eSan sich sehr leicht war, so läßt es sich denken,wie entsezlich groß es müsse gewesen seyn. Dieserganze Körper war schneeweiß und sah aus wieder reinste Talk. Ein niilchigter Saft schwiztehier und da aus diesem Körper hervor, wennman ihn zerschnitt. Ucbrigens machte er eineneinzelen festen Körper aus, in welchem man keinGefäß ausser denjenigen sah, mit welchen er ver-wachsen war. Man entdekte auch keine Haut,die auswendig das ganze umgebende ausgenom-men , in dem inwendigen dieser Masse; auch kei-ne Holen oder Cellen. Zwischen den Fingernverrieben zerfloß diese Masse wie ein fettes Oehs.Folglich war sie nach Boerhaaves Schlüsse eineeigentliche wahrhafte Spekzeschwulst.

Nichts war indeß wunderbarer anzusehen, alsdie von der natürlichen Ordnung abgehende Lagealler Theile der Brust. Denn da eine Masse von