III. Buch. 6. Capitel. 559
man auf den Zustand des Athems als ein Zei-chen nicht durchaus sehen, weil die Anzal derPulse gar sehr steige» kann, ohne daß sich darumdie Anzal der Athemzüge vermehre.
Es ist zwar nicht zu läugnen, daß man indem gesunden Zustande bey einer gegebenen AnzalPulse eine fast beistimmte Anzal Athemzüge bemer.kct, und daß rinsgeinein in einer Minute achzigvon jenen zwanzig von diesen begleiten. Weil nundiese oder eine andere gegebene Verhältnis beyVermehrung der: Pulse in einigen Beobachtungengeblieben, so stlhloß man die Zal der Athemzügeverhalte sich durichaus wie die Zal der Pulse. Al-lein der Herr vcm Haller hat erwiest», daß sthrlangsimie Athemzüge zugleich mit einer sthr lang-samen und mit einer geschwinden Bewegung deSBlutes bestehen können, insofern der Puls kleinist und wenig Blut auf einmal in die Lungenkommt. Hingegen müssen die Athemzüge geschwindauf einander folgen, wenn auf einmal viel Blutaus dein Herzen fliest, das freilich seinen Wegdurch die Lungen »imt-
3 4 3u