Band 
I. Theil.
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III. Buch. 7. Capitel. ;?y

fendestcn Menschen halten am meisten auf demHarne.

Hofmaien war himmelweit von dem Aber-glauben entfernet, daß ein Ant aus der Betrach-tung des Harns ein richtiges Urtheil über denindividuellen Zustand eines Menschen, über dieNatur / den Fortgang und Ausgang einer Krank-heit sprechen, und aus einem Harnglas wie ausdem Delphischen Orakel über Leben und Tod ant-worten könne. Vernünftige Aerzte/ sagt Hof-mann / haben diese mehr als vetllische Thorheitenlängst verlachet.

Herr Tissot/ derjenige unserer SchweizerischenAerzte, dem wir in den gegenwärtigen Zeiten diemeisten und grösten und hülsreichstcn Bemühungenfür die Aufnahme der ausübenden Arzneykunst zudanken haben sagt/ die Aerzte sehen einigermassenauf den Harn der Kranken / dessen Abänderungenin einigen Krankheiten und besonders in inflam-niatorischcn Fiebern / zu einer Anzeige der in denfleißigen Theilen vorgegangenen Veränderungen be-hülfltch sind / allein es verräth eine dikc und gro-