sr Von der Erfahrung.
wenn sie blos durch die zureichende Anwendung ;der Sinne auf jeden besondern Gegenstand erlernt twird, oder aus den allcreinfachstcn Grundsazen rfließt.
Die eigentliche Arzneykunst, die Kunst die eKrankheiten zu lindern und zu heilen , ruht fast stganz auf dem Genie, und dieses geht oft für Ge-.'-lehrsamkcit und Erfahrung. Man fodert von ei- i-nem Arzte die Gefchiklichkeit das rechte Mittel zu uder rechten Zeit zu geben , Galenus nennt ihn ndarum Erfinder der Gelegenheit, ein Mann von nGenie kann oft mit einiger Wissenschaft und ganz izohne Erfahrung diese Gelegenheit finden. Ich hlebte vormals mit einem Geistlichen der mit dererausgedähntesten Kenntnis der Sprachen, der fihö-ö-uen Wissenschaften, der Lehre des Gefchmakes, ,der Weltweishcit und Gotlesgelehrtheit, ein sehr rphilosophisches Genie verband. Er hatte über rzwey oder drey mebicinifche Bücher in seinem Le- -den nicht gelesen, und dennoch redte er mir über reben einzeleg ihm vorgelegten medicinifchen Fall lweit pr-actischer als hM aufgeblasenste Practicns. .
Durch s