Von der Erfahrung.
ren Caffee, vier Monate hintereinander war erdas einzige Mittel welches ihr den Schlaf zn brin-gen vermochte, und so oft sie ihren Caffee nichttrank blieb der Schlaf weg. Doch diese Wahr.nehmung beweist nicht die guten Wirkungen desCaffee, sondern eine Singularität in dem Tem-peramente dieser Dame.
Am wenigsten schadet der Misbrauch des Caf-fec in Bierländern. Ich habe in Göttingen man-chen mit Bier gefutterten Deutschen zwanzig Scha-len Caffee trinken gesehen, ohne daß seine ccntri-pedal Schwere im geringsten davon litt. Selbstin der Schweiz richtet der Caffee überhaupt nichtsehr vieles Unheil an. In denjenigen unsererStädte, wo man in Absicht auf die übrigeSchweiz das polirteste und nach der FranzösischenDenkungsart das feinste Leben führt, trinkt manblos nach der Miltagsmalzeit eine etwas grosseSchale Caffee, der aber stark, und wenigstens im-mer von der theursten Gattung ist. Hingegentrinkt bey uns das Volk den Caffee schwach wie«ine Zwetschmbrühe, und häufig; dieses erbärm-liche