IV. Buch. 10. Capitel. ;?l
man, der Mund hat mir nach dieser Speistgewässert.
Weil der Speichel wegen seiner seifenhaftenKraft zu der Däuung nöthig ist/ so wird der all,zustarke Abgang desselben / oder das allzuvieleSpcyen / der Dänung hinderlich. Daher entstehtauch'eine Trökne in dem Munde/ Durst/ Ver»dikerung des Nahrungssaftö / und eine gewissegeschwind fühlbare Erschöpfung. Die Alten zähl-ten unter die daherrührende Uebel die Melanco,lie / allein ich sehe daß das viele Speyen bey hy»pochondrischen und melancolischen Personen mehreine Wirkung des vielen in diesen Umständen oftgegenwärtigen Schleims / als eine Ursache dieserKrankheiten ist. Wer bey dem Tobakrauchensehr viel spcyt/ verliert die Eßlust/ wird magerund ausgedörrt. Ruyfch hat einen Menschen ge.sehen / der wegen einer Wunde in dem Speichel-gang eine Fistel hatte, und die Eßlust so sehrverlor daß er in eine Dürrsucht verfiel. Boer-haave sagt / alle Kochungen m dem Leibe seyenverdorben wenn die erste verdorben ist.
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