Band 
II. Theil.
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IV. Buch. 10. Lamm. ; 7 )

Noch grössere Uebel folgen auf die Vorhal-tung der Galle. Sie tritt in das Blut/ zeu-get die Gelbsucht die sich sogar in den Augen undin dem Harne äusscrt/ sie löst das Blut auf undmacht es wäßricht / worauf und besonders aufdiesogenannte schwarze und höchste Gelbsucht leichteine Wassersucht kommt. Tritt die Galle plöz-lich in das Blut so entsteht ein Gallenfieber.

Eine Menge Leute leite» gar alle Krankheitenvon der Galle her. Der Herr von Haen sagt ineiner Zueignungsschrift an den Freyherr» vanSwieten/ daß die Galle in den Oesterreichische»Ländern von unendlichen Krankheiten die Haupt-ursache sey scheine ihm keiner Widerlegung zubedörfen / weil diese Anklage blos von After-ärzten erdichtet werde / die sich mit derselbenin Krankheiten die sie nicht verstehen und dar-um aus der Galle herleiten / bey dem unge-schikten Pöbel wichtig machen. Herr Tissothat mit der gleichen Verachtung von der ein-gebildeten Einzelherrschaft der Galle unter denSchweizern gesprochen.

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