IV. Buch. 10. Capitel. ; 8 ;
schnitt sein Bett auf, und wälzte sich so lange inden Federn herum, bis er über und über gefe-dert war. In diesem Auszug gieng Scarron anden nunmehr eröfneten Ball. Alle Anwesendeerstaunten zuerst über diesen Anblik. Endlich nä-herte sich eine Maske und rupfte ihm eine Federaus. Nach und nach näherten sich andere, undrupften auch. Zulezt rupfte die ganze Versamm-lung männlichen und weiblichen Geschlechts, undjagte den nakten Scarron zum Tempel hinaus.Auf der Strasse ward er von dem Pöbel fo sehrmishandelt und gejagt, daß er sich genöthigt fandauf feiner Flucht von Schweife triefend in dieSeine zu springen , und die Nacht über in demSchilfe sich zu verbergen. Den andern Tag hatteer ein abscheuliches Gliederreissen, das sein ganzesLeben hindurch gewähret, theils in eine Lähmungübergieng, und theils seinen Leib so zerdrähte, daßer in der Zeit da er seine wizvolle Werke schrieb,und der angebliche Mann von der nachmaligenFrau König Ludwigs des Vierzehnten war, je-dem andern Ding eher als einem Menschen glich.
Eine