Band 
II. Theil.
Seite
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ZA6 Von d er Erfahrung.

wahre sinnliche Vergnügen in einer Reizring undBeschäftigung unserer Nerven besteht die sie nichtermüden, und weil man mit der Besänftigungder Bedürfnis zufrieden und nicht durch die Ein-bildungskraft allein geführt, niemals einer grossenMüdigkeit gewahr wird. Ich lest in einem Wer-ke des Herrn von Halter, M Neigung zu demBcyfchlafe sey bey den Männern fast unüberwind-lich , damit sie die Weiber zu demselben bereden,und zwingen. Bey Weibspersonen die sich desBeyschlafes lange enthalten müssen , häuft sichdie Feuchtigkeit gewisser Schleimdrüsen auf, diefeBehältnisse werden ausgespannt, und daher ent-steht ein Reiz, der diesen Zwang unnöthig macht.Es ist ein »inwiderfprechliches Merkmal der Gött-lichen Weisheit, fagt der angeführte Lehrer deSmenschlichen Geschlechtes, daß wir äusserst wün,fchen, was wir thun müssen.

Ein häufiger Beyschlaf mit einer sehr gelieb-ten und lang gewünschten Person greift zwar,wegen denen daherrührenden Tröstungen einerlangen Leidenschaft Nicht BM an die Kräfte.

Ader