IV. Buch. 10. Capitel.
schüttcrung seiner Lebensgeister in dem Beyschlafeeinigen Trost, und stürzet sich unmittelbar nachdemselben in eine noch viel schwärzere Finsternis.Wir gicsscn durch die Unzucht in dem Ehebetteund ausser demselben alle Kräfte unserer Seeleaus. Auch sagte Socrates dem Alcibiades, erverderbe durch seine Unkcuschheit den schönstenGeist von Griechenland. Auch nahm Newtonin seinem fünf und achzigsten Jahre ins Grab,was unsere Jugend im vierzehnten verschleudert.
Einzele Personen können nach der Verschie-denheit ihrer besondern Umstände in verschiedeneandere Krantheiten oder schwere Umstände in denKrankheiten verfallen. Viele Gattungen der Au-gcnkrankheiten und besonders der Starr sind ei-ne gar nicht seltene Wirkung des häufigen Bey-schlafes ; viele durch ihre allzumuntere Weiber aus-gemergelte Männer spcyen oft wenige Monatenach der Hochzeit Blut, und haben immer etwasmcerkazssches in ihrer Physionomie. Weit gefähr-licher ist die bey einigen aus dem allzuhäufigenBeyschlaf entstehende Rükendarre, eine bösartige
Aus-