4;2 Von der Erfahrung.
scheidet auch die Wünsche von den Begierden,jene heißt er die höchste Thätigkeit der Affectcn.Das Mitleiden (Lomxsllion) und Wünsche daßes besser gehen möge sind bey ihm ein Affect;das Erbarmen (kie>) und Begierde daß es bessergehe heißt er Leidenschaft.
Dieser ganze metaphysische Streit ruht aufdem Unterschied den man in der Arzneykunst zwi-schen der entfernten auswendigen und inwendigenUrsache und der nächsten Ursache oder der Krank-heit selbst macht. Dasjenige was den Affect er-reget ist die entfernte auswendige Ursache derLeidenschaft, der Affect oder die in mir liegendeNeigung zu der Leidenschaft ist die entfernte in-wendige Ursache der Leidenschaft, das Productvon beyden ist die nächste Ursache der Leidenschaftoder die Leidenschaft selbst. Doch auf die Theo-rie der Affecten und Leidenschaften kommt eShier nicht an , wohl aber auf ihre Wirkung,und auch auf die ArDPind Weise wie sie ihreWirkung in dem Körper hervorbringen kommtes hier nicht an , denn vbschon man dieses zu-weilen