IV. Buch. i;. Capitel. 6;;
erzählet das Beyspiel eines Knaben von einerÜbeln Leibesbeschaffenheit, der von Würmern sehrgeplagt war, und einen solchen Hunger hatte,daß ihn die übermäßigste Menge von Speisennicht sättigen konnte, demungeachtet hatte die-ser Knab während seiner langen Krankheit einaußerordentliches Gedächtnis und ein mehr alsmittelmäßiges Genie, aber er verlor beydes sobaldseine Gesundheit hergestellet worden. Linnäus sagt,die Lappländer seyen dem Scharbok nicht unter-worfen , da sie doch kein Kräuterwerk und sogarkein Vrodt speisen.
Auch die schon durch die Lehre Jesu und sei-ner Apostel erwiesene, alle Bewölkungen der Wi-derwärtigkeit und alle Leiden der Zeit überwinden-de, aber unter der Herrschaft der Gedankenlosig-keit und Verderbnis am meisten miskennte Machtder Seele über den Körper, hebt viele schädlicheEindrüke, und überwiegt zuweilen selbst das Tem-perament. Ein junges adeliches Frauenzimmer inBern fürchtete sich so sehr vor dem Donner, daßsie sich bey dem geringsten Anschein eines Gewit-Rr ; jws