i-, Erstes Buch,
wir an zu begreifen , daß wir mit ein wenig Erdeund Eisen weit gemächlicher leben könnten, als derhungrige Spanier mit seinen Flotten und seinemGolde. Aber noch setzt das blinde Vorurtheil diealte Uebung weit über die redlichen Absichten dieserGesellschaften, Mist über List.
Der Handwerker kann nicht besser seyn als derBauer. Er weis mehr nicht als ihm seine Vor.ganger gewiesen, und begehrt mehr nicht zu wissen;ohne Geschicklichkeit und ohne Kunst übt er seineHände unveränderlich in dergleichen Arbeit ; un-bekannt mit anderer Erfindungen sucht er kein neu-es Licht, weil er an dem alten genug hat; er fod«crt nicht kurze Wege, weil er der langen gewohntist; seine Handgriffe find seine ganze Kenntnis.Die besten Richter in dieser Art fanden in Parisunter tausend Handwerkern kaum zwölf, die sichdeutlich über ihre Werkzeuge und ihre Arbeite» er-klärten ; viele kannten die Werkzeuge nicht, die sieseit vierzig Jahren täglich gebrauchten. Rousseaunennt einen solchen Handwerker eine Machine, dieeine andere Machine leitet.
Die Staatskunst die Könige zu Menschenfreundenoder Raubthiercn machen, und das Glück der Weltversichern oder zernichten kann, ist dem Urtheilevieler Minister und vieler Magistrate zufolge einHandwerk, und ein hirnloser Schmierer, der dieExpeditionszimmer aller Tribunale durchkosten, einStaatsmann. Socrates hat es schon gesagt, undder Lord Boelingbroke hat es wiederholet, man