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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
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25
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um die Zeichen und Ursachen der Krankheiten, umAnzeigen und Methoden, und hauptsächlich um dieEntdeckungen aller Zeiten und aller Völker unbe-kümmert , nach dem Namen einer Krankheit frägt;alle seine Arzneyen der Rcyhe nach aufs gcrathewohl giebt, seiner Uebung folgt, und seine Kunstmiskennt. Die Erfahrung der Empiriker ist immerfalsch , weil sie ihre Kunst ausüben ohne sie zu ver-stehen, und andere Recepte abschreiben ohne zu wis-sen wo und warum man sie gebraucht. Man muß-te' in den allcrältestcn Zeiten die Krankheiten sehen,eh man darüber denken konnte, und darum wollendie Empirickcr noch itzt immer Kranke sehen, aberniemals untersuchen was sie sehen und niemals wis-sen was sie thun. Sie verschmähen allen Unter-richt , verwerfen alle Grundsätze, und glauben sichselbst mit allem was wissenswürdig ist von dem Him-mel begeistert. Einer kleinen Verbindung der Ide-en find die Empirickcr vielleicht nicht unfähig , aberdiese Verbindung erstrecket sich nur über die gemein-sten und handgreiflichsten Ideen der Sinne. Ih-re Logick ist die Logick der ersten Menschen und derThiere.

Es ist nicht schwehr die Ursachen der angeführtenVornrtheile zu finden. Tue erste und vornehmsteliegt in dem körperlichen Begriffe den man sich vonder Erfahrung gemacht. Ein sehr grosser Weltwei-ter hat es gesirgt und ich gestehe es, kein Menschkönne durch Nachdenken herausbringen, mit wasfür einer Geschwindigkeit und mit welcher Richtung