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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
126
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er st e s L a p r t e l. nr

verändert, ordnet, durch dieselben zu den Ursa-chen steigt, diese Ursachen durch neue Beobachtun-gen prüft, und zuletzt nach der Erwägung des gan-zen schließt.

Die Geschichte ist in ihrem vornehmsten Gesichts-punkt eines der wichtigsten Hülfsmittel zu Vermeh-rung unserer Kenntnis der Moral. Wir suchen dieVorwelt aus der Nähe zu kennen, damit wir un-sere Zeitgenossen gründlicher kennen lernen, und inderselben eine Richtschnur für unsere Urtheile undunser eigen Betragen finden. Da wir unter denMenschen, mit denen wir leben, nur einen unendlichkleinen Theil der Weltsehen, so bemühen wir unsin der Geschichte zu der Kenntnis der ganzen Weltzu gelangen, nicht von wenigem auf vieles von ei-nem Volke au-f die zahllosen Erdbewohner aller Zei-ten zu folgern. Wir glauben nur das im allge-meinen wahr und dem Menschen eigen , was ihmin allen Zeiten und unter dem Einsiusse der verschie-densten Ursachen eigen gewesen. Die Betrachtungder Dinge welche geschehen und vorhanden sind, istdarum eine der besten Uebungen in der Kunst dieMenschen zu beobachten. Sie legt uns die Erschei-nungen deutlicher unter Augen , weil sie uns dieMenschen durch ihre Thaten und.nicht mehr durchihre Reden kennen lehrt. Sie führt uns von derKenntnis der Wirkungen zu der Kenntnis der Ur-sachen, weil in jeder wohlgemachten Erzählung dieWirkungen so vorgestellt sind, wie sie aus ihren Ur-sachen kosten. Aber auch ohne die ungemcinste Scharf-H