viertes Capitel. 167
andere fühlbahre Wirkungen , die nach ihrem Ur-sprung betrachtet allerdings zu den wesentlichen Zu-fällen gehören, die aber dennoch so haftend sind, daßsie länger als die Krankheit währen. Sie werdendaher nicht sowohl für Zufälle als für zweyte Krank-heiten gehalten; wie die Lähme nach einem Schlag-flusse, die Lähme nach der Colik von Poitou, die Läh-me nach einer Glicdersucht, die Engbrüstigkeit nacheiner Entzündung der Lungen.
Uebcrdem kommen noch andere Erscheinungen inden Krankheiten vor, die den Namen von nachent-stchendcn Zufällen tragen , obschon sie von den vori-gen nicht verschieden, und mit denselben keineswegszu vermengen sind. Durch diese versteht man dieBewegungen, die sich der Krankheit zuweilen solange wider setzen als die angcbornen Kräfte des Kör,pcrs unter der Krankheit nicht erliegen. Außeror-dentliche Gelüste oder Eckcl, krampfichte Bewegun-gen , Convulsionen, Unordnungen in dem Geblüts-umlaufe, Fieber, Ausbrüche an der Haut, Geschwü-re, Blutflüsse, Durchfälle, Schweife und viele an-dere Zufälle die zwar die Krankheiten begleiten oderzu denselben stoßen, aber demohngeachtet nicht so»gleich als unmittelbar aus der Krankheit oder ih-ren Ursachen gerade herfliessende Wirkungen müssenbetrachtet, und unter die eigentlichen Zufälle gezäh-let werden. Man halt sie vielmehr für eigentlicheWirkungen des Streites zwischen der Krankheit undder Natur. Oft erfolgt aus denselben die Wiederher-stellung des Kranken. Zuweilen wird die Unter-