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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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213
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evo Drittes Buch,

le Krankheiten, sondern sie wissen auch sogar schonan dem ersten Tage der Krankheit, ihren Ausgang.Man kan freylich oft schon am ersten Tage einer hi-ngen Krankheit aus der Heftigkeit des Anfalls, ausdem Gewichte der Ursachen, und den besondern Um-ständen des Kranken schliessen, die Krankheit wer-de heftig seyn; aber am ersten Tage einer Krankheitsieht man nur in den ausserordentlichsten und fürch-terlichsten Fällen, und zwar selten, die Zeichen auswelchen sich der Tod schliessen läßt. Es giebt Aerzte de-ren ganze Vorhersagungskunst auf folgenden Grund-sätzen ruht. Wenn ein Kranker in gefährlichen Um-ständen unter den Händen eines andern Arztes ist,so schreyen sie in das Publicum , diese Krankheithabe ganz und gar nichts zu bedeuten, sie könnten siedurch ein kleines Mittel heilen. Entreissen sie durchdiesen Kunstgrif einem andern Arzte den zuweilenschon halb gesunden Kranke», so führen sie noch denersten Tag das Vertrauen des Kranken zu gewinnen,die gleiche Sprache. Ist die Krankheit von der Artder hitzigen, so sagen sie schon an dem zweyten Ta-ge, alle Zeichen des Todes seyen vorhanden. Wirdder Kranke gesund, so schreyt das Publicum, diesegrossen Aerzte haben ihn aller Zeichen des Todesohngeachtet, durch ein kleines Mittel geheilt. Stirbtder Kranke, so schreyen die Afterärzte, sie haben beydem ersten Anblick gesehen daß ersterben werde, dennder erste Arzt habe ihn verdorben.

Die wenigsten Krankheiten ausser» sich durch sol-che Zeichen, aus welchen man gleich Anfangs cnt-