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vtertes Capitel.
ausser dem Sitze des Schmerzens und der Empfin-dung einer unergründlichen Veränderung in der La-ge der Theile seiner Brust , gesund. Von diesemSchmerz sagte der Kranke, er sey ungemein heftig,schneidend, reissend, über alle Begriffe groß, bestän-dig , und er lasse in dem allerkleinstenZeitpunct kaumjemals von seiner äussersten Wuth im geringsten nach.Den Sitz desselben bestimmte er auf das genauesteda, wo der Ausgang der Speisröhre sich mit demobersten Theile des Magens verbindt. Nachher schrieer, er empfinde auf das erbärmlichste daß sich derSchmer; von dieser inwendigen Stelle der Brust mitder gleichen Heftigkeit ruckwerts ausdähne, und da-selbst so wie in seinem ersten Ursprung wüte. End-lich ward vor dem Tode des Admiralen seine Brustin ihrem gamzen inwendigen Umfang mit gleicherStärke gemartert. Durch den ganzen Lauf derKrankheit versicherte er auch beständig, dieses quä-lende Feuer nehme auf keine Art mehr überhand ,als durch das Ausstößen der Winde, und zwar der-gestalt daß diese Winde aus dem Magen nicht auf.Werts stiegen , sondern gleichsam ersticket alles umsich her zerfleischten. Nicht minder entzündete sichdieser Schmerz so oft der Admiral sich rückwerts zubiegen oder- aufrecht zu halten versuchte. Mehr könn-ten mit der ängstlichen Sorge beyde Aerzte nicht ent.decken.
Hier heißt nun Boerhaave alle Meister der Kunststille stehen. Hier begehrt er daß sie bey sich selbstden Ursprung, den Fortgang, die Erscheinungen undO