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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
229
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ris Drittes Buch,

Lungen der linken Seite sanft in die Höhe, damitBoerhaave sich überall gehörig umsehen könne. Al-kes sah vollkommen gesund aus, bis endlich Boer-haave auf einen zween Zölle über dem Zwerchfellliegenden Ort in demjenigen Theile des Brustfellskam, der daselbst der linken Seite der Speisröhreaufliegt. Hier sah er nun deutlich und augenschein-lich einen Theil der sich durch sein schwankendes auf-gedunsenes Wesen, und seine schwärzliche Farbe vor-züglich vor allen andern unterschied. Dieser Theilwar rund, hatte etwa drey Zölle im Durchschnitt,und in seiner Mitte eine offene Rize von andert-halb Zöllen in der Länge, und etwa drey Linien inder Breite. Boerhaave druckte sanft mit der Spitzedes Fingers dieses aufgedunsenen Theiles Oberflä-che ; sogleich drang aus desselben Öffnung in dielinke Brusthöle ein flüßiges Wesen hervor, das dem.jenigen vollkommen gleich war , welches man in sogrosser Menge aus der Brust geschöpfet hatte. Wieerstaunt Boerhaave hierüber gewesen läßt sich leichtvermuthen. Er bemühte sich also mit der äusser-sten Sorgfalt, und damit er im geringsten nichtsaus seiner Ordnung bringe, die Spitze des Zeigefin-gers sanft in die Öffnung dieser Wunde des Brust,felles zu bringen; er fand alles weich , aufgeblasenund offen. Hier verdoppelte er seine Aufmerksamkeit,weil er in dieser ganzen Wunde keine Spur der Speis-röhrc entdecken konnte. Dies war das hier verbor-gen liegende Wunderding. Denn da Boerhaavedie Spitze des zurückgebrachten Fingers mit der grö-