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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
236
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22 )

viertes Capitel.

Herrn von Samt Auban in einen Wettstreit sich hät-te einlassen dürfen.

So war dieser Herr von seiner ersten Jugend anbeschaffen, so war er anderthalb Jahre beschaffennachdem er von seinem fürchterlichen Uebel an denGoldadern befreyet worden. Bocrhaave hat dieseErzählung der eigentlichen Geschichte der Krankheitdarum vorgesetzet, damit jeder scharfsinnige Arzt beysich selbst vorerst überlege, was denn für ein Uebelin einem solchen Körper entstehen könnte, und vorandern erfolgen solle? Er glaubte auch seinem wcit-umhersehenden Geiste gemäß, daß in jeder Geschich-te von dieser Art die natürliche Beschaffenheit desCörpers, die vorhergegangenen Krankheiten, die Le-bensart und die gemachten Euren gründlich müssenerzählet werden, eh man zu der Geschichte der Krank-heit schreitet, an welcher der Mensch gestorben ist.Diese Sorgfalt des Bocrhaave wurde zwar wie erselbst sagt, von der gesprächigen Unwissenheit oftals überflüßig ausgeschryen. Allein er hat sich auchum ungeschickte Richter niemals bekümmert.

Zehen und einen halben Monat vor seinem Todeverspürte der Herr von Samt Auban zuerst, daß sei-ne Gesundheit von ihrer Vollkommenheit abgieng.Ein sehr heftiger und beständiger Schmer; äussertesich anfangs unter dem linken Schulterblatt gegendie Tiefe her Brust, und dähnte sich nachwerts durchdie linke Seite der Brust mit gleicher Hcftigkeitaus.Da nun diese Qual alltäglich zunahm, so litt auchder ganze innere Theil der Brust. Die Heftigkeit