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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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245
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r;r DrittesBuch,

ner grösten Verwunderung ein häufiges , dünnes,gelbes, geschmackloses Wasser hervor. Er überleg'te einwenig bey sich selbst was dieses Wasser zu be-deuten habe, und ob vielleicht eine erstechende Brust.Wassersucht die Ursache so vieler Uebel gewesen? esfloß noch immer indem er mit seiner Zergliederungfortfuhr, aber nicht mit Hefigkeit. Durch die bis,hieher gemachte sehr enge Oefnung schien die Brustvon Wasser voll, aber da Boerhaave seinen Fingerdurch dieselbe hineinbrachte fand er die Lungen derrechten Seite an ihrem Orte, und dichte mit demBrustfell verwachsen. Von dieser Seite gieng ernun nicht weiter, und öfnete gleichmäßig die linkeBrust. Hier fand er nun kein Wasser, aber die Lun,gen von oben herab bis unten heraus , durch unddurch, dichte mit dem Brustfell verwachsen.

Nun war er vorzüglich daraufbedacht das inwen-dige der Brust so zu öfnen, daß kein Theil aus sei-ner vorhergehabten Lage verrücket werde. Sobaldnun alles offen war, entdeckte man daß von derKehle bis hinab an das Zwerchfell alles mit einemMeisten und gesund aussehenden Körper angefülletwar , der blos in der Mitte seiner Oberfläche einesehr kleine Beule enthielt, in welcher man einen flüs-sigen milchfärbigten, aber durchaus nicht eiterichtenStof fand. Dieser wunderbare Körper war in sei-ner ganzen Oberfläche zimlich hart und gleichförmig'Boerhaave überläßt hier dem Leser selbst zu den.ken, mit was für Augen er dieses mitten aus den