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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
272
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se ch s t e s C ap tt el.

Rippen, das Brustbein, die Schulterbiätter, dieHalsbeine und die Naslöcher in der äussersten / höch-sten und möglichsten Bewegung sind, obsthon sthrwenig Luft» ein und aus geathmet wird. Ich findedas daher entstehende Geräusch dem Tone eines sehrmühsam getriebenen Pompmerks gleich. DieserAthem ist ohne Ausnahme für tödtlich angenom-men / weil er die äusserste Verengung der Brust ,und allemal das nahe Ersticken anzeigt. ProsperAlpinus sagt/ er werde bey denjenigen beobachtet,die von einer Entzündungdcs Halses/ oder der Lun-gen/ oder von einem zersprungenen Geschwüre er-sticken. Bey tödtlichcn Lungenentzündungen habeich diesen Athem nicht allemal bemerket, hingegenbey einer plötzlichen und ohne Zweifel durch heim-lich gegebene Arzneyen ausgewirkten Zurücktret-tung einer wäßrichten Geschwulst an Händen undFüssen / die mit einem verdeckten Lungengeschwüreverbunden war.

Der Athem ist röchelnd, wenn man bey jedemAthemzuge in der Brust ein Geräusch wahrnimt,das dem Kochen grober Speisen über einem gros-sen Feuer gleicht. Die nächste Ursache dieses Röchelnsist theils ein aufgehäufter Schleim in den Lungen,theils das durch die Entzündung von Blute voll ge-pfropfte zellichtc Gewebe der Lungen selbst, welchesdurch seinen Druck das ei» und aus athmen be-schwerlich, und zuletzt unmöglich macht. Die Ur-sache dieser Aufhäufung ist in Entzündungen derLungen, der gänzliche Mangel des Vermögens die-