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die zum harnen, und zur Zeugung dienen. Einschleimichter Bodensatz, insbesondere wenn der Harnblasi, dünn, und der Bodensatz zäh und stinkend ist,bedeutet etwas wodurch der natürliche Schleim derHarnblase abgcschaben wird, den Blascnstein. Manmuß sich aber wohl hüten diesen schleimigten Boden-satz , den ich in Steinkrankheiten in einer unglaub-lichen Menge abgehen gesehen , nicht für etwas ei-terigtcs zu halten und daraus auf ein Geschwür inder Harnblase ober in den Nieren zu schliessen, ob-schon er weiß und zuweilen grünlicht ist. Frcind er-zählet hingegen, in seinen Auslegungen des Hippoc-rates, den sehr seltenen Fall eines Fiebers das inein Geschwür der Harnblase übergegangen, und hin.wieder zu überzeuge» schien, daß ein Stein vorhan-den sey; da doch die Zergliederung ein Geschwür deSdicken Darms und der Harnblase entdeckte.
Durch die Ungleichheit des Bodensatzes wird dieVeränderung der Lage seiner Theile verstanden, dieim Harne hin und wieder schwimmen und freilichetwas eiterigtes und schlcimigtes verrathen. Eindicker Bodensatz zeigte den Allen dicke Säfte, undfolglich beschwerliche Krankheiten an; ein dünnerBodensatz das Gegentheil. Ein häufiger oder spar-samer Bodensatz erhält erst denn seine Bedeutung ,wenn die Natur dieses Bodensatzes in mehreren be-stimmt ist. Den Stof und die Gestalten habe ichschon berührt. Noch bleiben die Farben.
Der Bodensatz kann weiß, blaß, gelb, rothgelb,roth, grün, bleyfärbig, und schwarz seyn. Der