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achtes Capitel.
die Speisen gesund. Die wiederkommende Eßlustist hingegen ein Zeichen von mehrerer Wichtigkeit,weil sich freilich aus derselben auf den guten Zu«stand der Eingeweide schliessen läßt, und weil aller-dings nach hitzigen Krankheiten die gänzliche Besse,rung ohne dieses Zeichen nicht vorhanden ist. Inlangsamen Krankheiten verliert sich die Eßlust sehrleicht, weil in den meisten langsamen Krankheitenauch der Magen leidet. Schwächliche Weiber lebenoft beynahe von nichts ; die wiederkommende Eßlustist auch hier das sicherste Zeichen der erwünschtenBesserung.
Das Brechen ist vielen Krankheiten gemein, invielen ist es ein gutes Zeichen. Es geht allemalchem Brechen ein Eckel vorher, wir schliessen vondiesem Eckel auf einen fremden Stof in dem Magen,wenn wir zulängliche Ursachen haben keine andereReizung zu vermuthen. Das Brechen ist darumnützlich , wenn der Mage mit Schleim und Galleangefüllet ist. Der Doctor Pye hat vor zwölfIah-ren in England ein höchst ansserordcntliches, sonstin dem Podagra höchst gefährliches Brechen , einewahre Crisis des Podagra werden gesehen. EinEngländer der ausser dem Podagra das er schon oftgehabt übrigens gesund , von einer guten Leibes-beschaffeuheit und in allen Absichten mäßig war,entschloß sich durch eine gänzliche Enthaltung vondem Fleische diesen Feind gänzlich in die Enge zutreiben, und von nichts als Kräutcrwerk zu lebe».Aller guten Hofnung ohugeaehtct kam das Podagra