achtes Capitel. 289
gestmd. Nachwcrts als er noch mehrere Anfälle ge-habt, die nach der gewohnten Weife aufhörten, stießdie Natur nicht nur einen kalchigten Stvf an demFusse aus , sondern man nahm auch durch die Kunstsolche Steinlein aus der Fußsole den dem Gelenke-er grossen Zehe, viele Monate hintereinander weg.Nach einiger Zeit hatte er ein Fieber, nach dicfemfein Podagra und vergebliche Reitzungen zum Er,brechen. Endlich fühlte man unter dem Gelenke dergrossen Zehe eine schwankende Geschwulst, nach de,reu durch einen Schnitt bewirkten Eröfming ein flüs-siger kaichigter Stvf, und den andern Tag nach ge-machter Erweiterung der Wunde, ein HalbesPfundeines waßrichten blutigen mit Steinen angefülltenStoss hcrausgieng. Von dieser Zeit an genoß ereine vollkommene ununterbrochene Gesundheit.
Das Brechen ist aber auch in vielen Krankheitentheils an sich selbst ein schlimmes Zeichen, theilsdurch die Natur der weggekrochenen Materie. Esist höchst schädlich wenn die vorhergegangene Rei-zung aus einer Entzündung im Hirn , im Halse,auf der Brust, oder im Unterleibe, oder auch vonkrampfichtcn Umständen entsteht. Im dem Sei,tenstich und in der Peripneumonie habe ich allemaldas Brechen höchst gefährlich gefunden , und im-mer gewiß tödtlich wenn es sich schon den ersten Taggeäußert, nach zween bis drey MröfilMige» wie-derkam, und unabläßig fortfuhr, weil sich auf je,den Anstoß die Krankheit unqcmein verschlimmer-te doch verliert es sich auch oft auf die erste Ader-