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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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359
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;46 Viertes Buch',

se, dazu entschlösse ich mich nicht in meinem ganzenLeben.

Man darf also gar nicht alt seyn um in einerKunst groß zu seyn die mehr Genie als Zeit fodert.Wer in seinem dreyßigsten Jahre kein guter Mini-ster, kein guter General, kein guter Arzt ist, wirdes nie.

Die Jugend und das mittlere Alter haben in Ab,ficht auf das Genie unlaugbare Vorzüge. Noch istder Geist von der Last der Vorurlheile frey. Bereitdas wahre zu sagen und das gute zn thun , es seyalt ober neu, einheimisch oder fremd, ist ein Jung.ling der erste der den gebahnten Pfad zu verlassen her-vortritt. Des Neides durch die freudigsten Hofnun-qen unfähig, zur Untersuchung und zum Nachden,ken durch die reinste Ehrbcgierde angcstammct, glühter voll Sehnsucht seine Gaben in dem Dienste derMenschen thätig zu sehen. Seine Seele hat diemeiste Stärke, die stärkste Wirksamkeit,1 ihr Feuerbrennt gleichförmig und während, nicht mehr mitbekriegendem Lichte, nicht mehr mit abwechselndemUngestüm. Er schaut in die Tiefen der Wissen-schaften wie ein junger Adler in die Sonne. Inder Unermeßlichkeit der Dinge kennt seine Kühnheitkeine Hindernis, seine Hofnung keine Grenzen.

Zornig sagt grosse Geister kommen aus der Handder Nattlk wie die Pallas aus Jupiters Kopf, inihrer vollen Grösse und Reife. Loren; von Medicis,Johann de W't, Scignelaj, Temple, Richelieu, Al-bcrpni, wurden auf einmal Staatsmänner, Leno-