;7» viertes Buch.
ker dem bekannten zulicb seinen Beyfall dem unbe-kannten.
Alle auf die Analogie sich stützende Urtheile tau-,gen nichts, wenn sie aus der scharfsinnigsten Beo-bachtung der Aehnlichkciten nicht fliesten, und da-rum erwartet man in gan; ungleichen Fällen verge-bens eine durchaus gleiche Würkung. Man mußdie Eigenschaften und die Umstände kennen, eh mansie untereinander vergleichen kann, und in der Ord-nung schliessen wenn man richtig schliessen will.Aber wenn man aus der Erfahrung weiß, es werdedurch dieses oder jenes ein gewisser Zweck erreicht,so glaubt man oft ohne genügsamen Grund erwerde in allen Fällen erreicht. Denn da nachWolfs Ausspruch, die Klugheit der meisten Men-schen in Nachahmung anderer, oder auch ihrer ei-genen vorhergehenden Handlungen in sich ereignen-den Fällen besteht, so bekümmert man sich nicht obin dem einzelen Falle von dem man schließt, nichtetwa ein besonderer Umstand vorkomme, der sich indem andern nicht befindet. Man schließt ohne Scheudieses Betragen war mir in einem ähnlichen Fallenützlich darum wird es mir immer nützlich seyn,dieses Mittel war in jenem Falle gut darum ist esauch in diesen, gut, ich ward auch schon ohne Mit-tel gesund folglich kan ich immer ohne Mittel ge-sund werden. Nach LeibnttzeiiS Meynung vertrittdie Erwartung ähnlicher Fälle bey den Thieren dieStelle der Vernunft. Mich dünkt auch bey Menschen.
Obschon die Arzneykmist unstreitig bisweilen uu-