drittes Capitel.
che eines kleinen, elenden und auch wohl abergläu-bischen Mittels gesund, das Mittel muß die Ursacheseyn daß er gesund ist. Zuweilen verfällt ein Kran.ker in die Hände eines geschickten Arztes , der dieKrankheit bestimmt , die Ursachen zeigt , die An.zeigen und die Methoden erfindt, ein Asterartztwird herbeygerufcn und erzwingt daß er das vondem andern Arzte ihm cingcflösle Mittel geben kann,der Kranke wird gesund, der Asterarzi muß dieUrsache seyn daß er gesund ist. Sehr oft sind dieSchwierigkeiten einer Cur von einem wahren Arztewirklich so wohl gehoben , daß man tue gänzlicheHeilung von der ihr selbst überlassenen Natur mitGewißheit erwarten kann, ein Afterarzt stielt sich indiesen Umständen zu dem Kranken und giebt ihm einschlechtes Mittel, dieses Mittel muß die Ursache derHeilung seyn. Nur in dem einzigen Falle wer-den , die Krankheit, oder der Kranke, ober dieUmstehenden von dem Pöbel für die Ursache de6Todes angegeben, wenn dem Afterarzte ein Kran-ker stirbt.
Will man oinen wahren Arzt erniedrigen so nenntman Wirkungen welche die Natur zum Nachtheildes Kranken verrichtet Beweise der Unwissenheit undder Ungeschicklichkeit eines wahren Arztes. Alle mög-liche Falle in welchen die Krankheit grösser ist alsihre Mittel , alle Triumphe der Natur über dieKunst sind Triumphe des Pöbels über den wahrenArzt. Er wird allemal als die Ursache angeklagtdaß eine Krankheit nicht geheilel wird , die ihrer