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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
417
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4-4 Viertes vuch,

den, und alles dessen was um uns her wiedcrfährt,zeugt den Aberglauben. Ich sehe daß ein abergläu-bischer Mensch nichts unternimt ohne vorher denCalendcr um Rath zu fragen. Hat er einen Sei-tenstich so stürzt er sich lieber in die Gefahr des To-des/ als daß er sich an einem Tage crne Ader öfnenließ , an welchem diesen Sternpvssen zufolge nichtgut Aderlässen ist. Er glaubt alles steige aufwertswenn der Mond im Aufnehmen ist/ darum schluckter in dieser Zeit keine Purgatz aus Furcht sie wer-de ein Brechmittel. Er glaubt alles werde vollwenn der Mond voll ist / darum trinkt er in dieserZeit bey der äussersten Mattigkeit / keinen Wein.Er glaubt alles eile nicderwcrts wenn der Mondabnimt / darum Host er jedes Mittel und jede Spei-se werde ihn in dieser Zeit purgieren. Er mag sokrank seyn als er immer will/ so nimt er kein Mit-tel von was für Art es immer sey wenn der Mondim Stier ist, aus Furcht dieses wiederkäuende Thierjage sein Mittel aus dem Magen in den Mond. Erhält kein Kraut für gut wenn es nicht in einer gu-ten Stunde gepflücket worden / er hält keine Wur-zel für gut wenn sie nicht am Charfreytag ausge-grabcn ist. Er läßt sich zwar an einem guten Ta.ge eine Ader öfnen, aber er wirft das Blut in daslaufende Wasser. Er schluckt, wenn alle Zeiche»gut sind, eine ungerade Zal Pillen , aber niemalseine gerade. Er streicht wenn er verwundet ist dieSalbe an das Werkzeug das ihn verwundet hat/eiNer nicht an die Wunde. Er legt einem Kranken/