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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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420
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drittes Capitel.

in dem Wesen und der Kraft der Welt das ist inder ganzen Natur hat, und nicht hat. Alle diehingegen sich nur groß dünken, wenn sie in natürli.chen und der Vernunft von Gvtt selbst untergeord-neten Dingen alle Vernunft verläugnen, sind darumihres affektierten Scharfsinns ohngeachtet nicht grös-sere Richter von Gründen und Ursachen, Folgenund Wnrkungcn der Dinge, und also nicht grösserePhilosophen als eine Aerztin, die ohnlangst in mci,ner Vaterstadt zu einem kranken Schweine berufensehr angelegentlich bat, daß so lange das Schweinseine Arzneyen m dem Leib habe, niemand zu demFenster hinaus schaue, und noch weniger einemBettler ein Allmostn gebe.

Es giebt aber auch in der That verborgene Wär,kungen der Natur, bey welchen der Zusammenhangder Würkung mit der Ursache unbekannt ist, oderbey welchen wir den Grund warum und wie eineWürkung hervorgebracht wird, nicht einsehen. DieseWürkungen gehören oft in die Klaffe der Begeben-heiten , deren Ursachen man sucht eh man der Be-gebenheit selbst gewiß ist. Indeß findt der unwissendeHaufen der Menschen durcheil» sosehr albernes Ver-halten, daß es wie der Hallische Weltweise sagtuntre alle Würde der Satyre erniedriget ist, dieseUrsachen in närrischen Dingen, in sympathetischenKräften , in dem Dienste der Geister und des Teu-fels , da sie doch insgemein in der Sache selbst lie-gen , wenn allenfalls die Sache wahr ist. Die al,lerältesten und ersten Nachforschet dce Ursachen