drittes Capitel. 4,1
gangene Fehler wider die Diät, ein kleiner alltäglichwiederkommender Verdruß.
Man muß auch die Grösse der Ursachen mit deräussersten Sorgfalt erforschen. Die Grösse der Ur-sache einer gegebenen Krankheit erhellet aus der Be-schaffenheit der Theile auf welche ste gefallen ist, ausdem Characktcr der Krankheit, aus der Menge,Grösse und Heftigkeit der Zufälle, aus der gänzli-chen Unnützlichkeit der besten Methoden und der be-sten Mittel. Alle diese Eigenschaften der Grösse einerKrankheit finden sich in einer Gattung Colick die ichin dem ersten Capitel des dritten Theils beschreibenwerde, und die aus e uer krampfichten Zusammen,Ziehung der Därme und aus ihrer Entzündung fließt.
Endlich läßt es sich aus der Erfahrung erweisen,daß Wirkungen und Ursachen nicht selten ihre Be-stimmungen vertauschen , und daß also eine Bege-benheit bald die Ursache, bald die Wirkung einerund eben derselben Veränderung ist. Ich irre oderdie Würmer sind nicht nur eine Ursache sondern auchwohl eine Folge der fallenden Sucht / in welcher mitder gewöhnlichen Freßbegierde die Schwäche der na-türlichen Verrichtungen Stoss genug zu ihrer Be-herbergung giebt. Der Zorn ist oft eine Ursacheder fallende» Sucht, die Neigung zum Zorne istaber auch mehrentheils ihre Wirkung. Ein über,triebener Benschlafist eine Ursache der fallendenSucht,aber die übertriebene Neigung zum Beyschlaf ist auch> fast immer ihre Wirkung. Der weisse Fluß ist eineUrsache der Mutterbcschwerungen, er ist aber auch