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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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452
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fünftes Capitel. 4;-

ankommenden Sommer. Daher die Stärke hitzige«Krankheiten.

Am meisten greift die Wärme die Nerven an.Zarte und schwächliche Personen leiden darum vonder Hitze ungemcin. Ich habe bey uns in der Som-merhitze sehr oft mit Mutterbeschwerungen behafteteWeibspersonen ohne eine andere Ursache in grosseSchwachheiten, Ohnmachten, Zuckungen, lang.wierige Durchfälle versinken und erst mit der abneh.wenden Hitze sich erholen gesehen. Ich habe Ge-lehrte gesehen durch die Sommershitze alle ihreKräfte verlieren, in. eben diese Bauchstüsse verfallen,gelb werden und nur mit dem wiederkommendenFroste sich erholen. Bey den Armeen in Deutsch,land und in den Mederlanden hat Pringle ange-merket , dasi die Hitze der Luft selten allein schadet,ausser wenn die Völker mitten im Tage musternoder marschieren , oder wenn die Soldaten an derSonne schlafen. Die Cüraßiers sind hierbey denmei,stcn und grösten Gefahren ausgesetzt, wenn ihrePanzer einmal erhitzt sind.

Der Sonnestich ist schon in der Schweitz aufdemLande nichts ungewohntes. Ich habe Lanbleutegesehen die auf ihren Aeckern- plötzlich eingesunkenund gestorben waren. Andere die von dieser hefti-gen Krankheit geheilt worden, haben sich sobald siedas Bett verlassen der grösten Hitze von ueuemaus«gesetzet und sind in wenigen Stunden gestorben. Auchsogar m dem Churfürstcnthum Hannover sah ichdergleichen Fälle, denn man weiß daß die Hitze ein-