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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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464
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fünftes Capitel. 45»

wird anf keine andere Weise so schnell und so un-aufhaltsam erreget, weil die Hitze unsere Säfteschärft, weil die Feuchtigkeit die Ausdünstung hemmtund ein Fieber zeugt.

Eine warme und feuchte Luft hat auf dem gan-zen bekannten Erdboden die gleichen Würkungen.Rogers bemerkte daß die Luft so oft außerordentlichfeucht und warm gewesen, als epidemische Krank-heiten in Irrland geherrschet. Mezeray gedenketeiner fürchterlichen Pest die in den Zeiten LudewigSdes eilften auf eine feuchte Witterung und langanhaltende warme Winde entstanden, und in Parisund den umliegenden Gegenden innerhalb zweenMonaten vierzigtausrnd Menschen weggeraffet. Dochmuß man sich hierbcy erinnern, daß die Aerzte dervorigen Zeiten den Namen der Pest nicht so genauauf das Fieber mit Beulen und Carfunkeln einge,schränkt, sondern auf alle sehr grausam wütendeSeuchen, selbst auf Brustkrankhcitcn und dieBräune ausgedähnt haben.

Auf der Insel Java wird die Witterung über-haupt in die trockne und in die feuchte eingetheilt.Die trockne macht den Winter aus, die feuchte denSommer. Wegen der verbundenen Hitze undFeuchtigkeit ist darum die Sommerszeit in Bataviahöchst ungesund, obschon die Feuchtigkeit mit denWinden das einzige Hülfsmittel ist, durch welchesdie Hitze insoweit erträglich und das Land bewohn-bar wird. Die gemeinsten Krankheiten, wie dieSchnuppen, sind daher zu Batavia sehr häufig und