fünftes Capitel. 46;
thätet dieser Unglücklichen behalte». Nunmehr hörtealler Unterschied der Personen auf. Die ganze Ge-sellschaft drang nicht nur auf ihn zu, sondern sie er-griffen über seinem Haupte die Fenstcrstangen, ar-beiteten sich auf seine Schultern und drückten ihndurch ihre überwiegende Last so sehr, daß er sich garnicht bewegen und gleichwohl aufdiesem Platze nichtlänger bleiben konnte. Er rief darum die auf sei,ncm Kopfe und auf seinen Schultern stunden um dieBarmherzigkeit an, ihn ledig zn lassen damit er vondem Fenster sich entfernen, und geruhiger sterbenkönne. Seine entferntere Mitgenossen foderten keineBeweggründe ihm behülflich zu seyn einen Platz zuverlassen, den jeder zu erobern suchte. Die nächstenReihen öffneten sich so weit, daß Herr Hollwell mitgrosser Mühe endlich in den Mittelpunct des Gefäng-nisses gelangen konnte. Der dritte Theil der Ge-sellschaft war nunmehr todt, und die noch lebendendrangen so sehr nach den Fenstern, daß Herr Holl-well ein wenig mehr Raum fand. Aber die Luftwar so faul und so stinkend, daß ihm das Athemhe«len plötzlich schwer und schmerzhaft wurde.
Er drang darum über die Haufen der Todtenkör-per weg, und lehnte sich dem zweyten Fenster gegen-über an einen dieser Haufen, mit dem Entschlüssehier seine Auflösung zn erwarten. Aber nach unge-fehr zchen Minuten überfiel ihn ein solcher Schmerzauf der Brust und ein solches Herzklopfen, daß ernochmals genöthigt war an die frische Luft sich dnrch-zuzwingen. Es waren nunmehr fünf Reihen zwi,G g