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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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495
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482 v i er r es Buch.

Mündungen räumte, mit Schleusftn versicherte unddie Sümpfe ausmahlte/ welches hier da Wind ge-nug weht besser als um Pisa angehen würde. Jtztaber sagt Targioni ist es ein Elend, anzusehen wiediese schöne Gegend blos von wandernden Bergleu-ten im Sommer in etwas bebaut wird, deren Tag-löhner sehr theuer sind und die in einem Jahre reichwerden, wie ma» sich auszudrucken pflegt, aber insechs Monaten sterben. Sie arbeiten in einer dum-pfichlen schwülen Maschluft, gehen gegen die Nachtin hohe und kalte Dörfer auf den Hügeln, trinkenschlechtes Wasser, und werden von kalten und hitzi-gen Fiebern, von der Wassersucht und dem Schar-bock aufgerieben. Unweit Campifasso hätte Targio-ni bald selbst den Bcweisthum der schlimmen Luftempfunden, indem er schon die daherrührende Schläf-rigkeit, den Mangel am Athem und die Schwächegefühlt, doch rettete er sich in die Höhe, wo wenigWald und die Luft frey war, schlief eine Stunde,und war wieder frisch. Längst dem Comerfce ist manden Fiebern gar sehr unterworfen, und die Anwoh-ner der Canäle von Venedig verfallen in eine sehrhartnäckige Gelbsucht, die man auch an der Caspi--schcn See häufig bemerket.

Egypten leidet von dieser Gattung Dünsten nocham meisten. Großcairo hat eine unglaublicheMenge Einwohner, die größtentheils sehr unrein-lich leben. Die Strassen dieser Stadt sind eng,sie liegt in einer sündigten Ebene, an dem Fus-se eines Berges, der die Winde abhält, und die