fünftes Capitel. 4-7
Husten haben. In Spanien fühlt man zuweileneinen kühlen Wind von den Gallicischen GebürgenHerstreichen, der das unreinliche Madrid von denbösen Folgen der faulen Dünste verwahret/ aberauch den Spaniern den Frost in die Adern jagt undbis auf die Knochen dringt/ wenn er gar zu starkbraust/ oder plötzlich einbricht; er verursacht sogarunheilbare Lähmungen wenn man sich von der Hitzeermattet demselben zu sehr aussetzt/ die Spaniernennen diesen Wind Ilubs8 clel 3)ere, oder wie wirsagen würden/ die Franzojen der Luft. Auch inPeru sind die Nordwinde und die daselbst noch käl-tere Nordostwinde allen Menschen nachtheilig. InEgyptcn sind die Nordwinde/ welche gleich nach denangeführten sehr heissen Winden blasen aufmunterndund gefund. Hingegen leiden die Egypter wie dieGrönländer von ihren sehr heftigen Sturmwindenin den Augen.
So wenig bestimmtes sich nun im ganzen von denWinden sagen läßt/ so ist doch gewiß daß ein mäßi-ger Wind eher nützlich als schädlich ist, und daßviele dem Menschen sehr nachtheilige Eigenschaftender Luft den Winden weichen. Unter die enlscrn-ten Ursachen der Krankheiten gehören sie nur denn-zumal/ wenn sie aus ungesunden dünstigcn Gegen,den in gesunde blasen, die Feuchtigkeit herbepbrin,gen/ zu heiß oder zu kalt sind, oder die Eigenschaf-ten der Luft unter sich verbinden/ die in ihrem Zu.sammenhang schaden. In einzclen Ländern ist dieBeobachtung der Winde sehr nützlich / weil mau die
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