sechstes Capitel. so;
betrachtet widernatürliche, schwarzbraune, harte,lange und kürzere, dünnere und dickere, gerade undkrumme, gehörnte und zugespizte, und verbrennst»che Auswachsungen der Rockenkörnlein mit einemgeringen Korngcruch und Geschmack, der doch zulcztein wenig scharf zu seyn scheine. Inwendig findtman einen kleinen fast unsichtbaren Wurm.
Nach den Wahrnehmungen dieses patriotischenArzteö äusscrn sich die Kornzapfcn jährlich in denRockenähren in verschiedener Anzal. Bald siehtman in einer Achre zween, drey, vier bis fünf,sechs und auch sieden, wenn sie nicht gar häufigsind. ES können aber auch zuweilen in einer einzi»gen Achre bis über zwölf Kornzapfcn gezählet wer-den, wenn eine fehr feuchte Iahrszeit ihren Auü.wachs begünstigt.
Man hat in Frankreich bemerket, daß die Korn-zapfen in viel grösstem Ucbersiuß in dem feuchtenund kalten Erdreich, und auch in sehr feuchten reg-mchtcn Jahren wachsen, daß eine Gattung Rockendie man im Merz aussäet und bey uns Sommer-rocken nennt, den Kornzapfen mehr unterworfen istals diejenige Gattung, die man im Herbst aussäetund den Wintcrrockcn nennt. Chatton, ein Wund-arzt zu Montargis fagt, der Rocken werde durchdie Kornzapfen in Sologne, in Berry, in demLande von Blois und Gastinois fast überall und be-sonders in dem leichten und sündigten Erdreich ver-dorben ; es seyen wenig Jahre in welchen nichtsolche bösartige Rockenkörnlein wachsen, aber wc-