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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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541
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;r8 viertes Buch,

in einem so hohen Grade, daß kein Mensch drey Ta.ge ohne krank zu werden, nur blos Rcbhüner zuspeisen vermag.

Aus der Fäulung des Fleisches in dein Magenentstehen Winde / lind auch aus seiner Unverdaulich- ,keil wenn es nicht gefault hat. Es ist also die Fra-ge ob Leute die einen schwachen Magen haben, vonGewächsen oder vom Fleische mehr leiden? Ich ma-che vorerst einen grossen Unterschied unter dem Flei-sche. Das Fleisch von dem meisten Geflügel unddas Kalbfleisch scheint überhaupt am leichtesten zuverdauen, das Fleisch von imigen Thieren unendlichmehr als das Fleisch von alten. Das Rindfleisch,das Schweinenflcisch , das Fleisch von schwarzemGeflügel, und da< Wildpret daut steh überhaupt mitvieler Mühe, und fettes Fleisch immer unendlichschwerer als mageres. Das Wildschwcinflleischdautsich viel leichter als das gemeine Schweinenflusch,weil die Wildschweine mehrentheils Eicheln fressen.Unter allem Heisch dünkt mich das gemeine kraftlo-se Rindfleisch für einen schwachen Magen das un-verdaulichste , nicht weil es in dem Magen fault,denn das.habe ich wenigstens nicht erfahren, son-dern weil es gleichsam Centnerschwer auf den Ma-gen drückt.

Ehebbear ist zu weit gegangen, als er sagte dieSpeisen aus dem Thierrciche seyen natürlicher undleichter zu verdauen als die, welche aus dem Ge-wachsreiche herstammen. Hingegen scheint mir mitmehrerm Rechte Herr Zcviani in den hypochondri-schen