viertes Luch,
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Die Gewürze zeigen schon durch ihre grosse Un-ähnlichkeit mit unsern Säften, daß sie uns zur Spei.se nicht gegeben sind. In Europa macht man be-kanntlich davon den meisten Mißbrauch, die Gallewird daher geschärft, das Blut zu hitzigen Fiebern,Glicderkrankheiten und vielen andern Uebeln ge-neigt. Selbst in Ostindien wirft der Mißbrauchder in Zucker gekochten Muscatennüsse in eine Schlaf-sucht , und in ein starres unempfindliches Wesen.Man hat sehr wohl gesagt, der gröste Vortheilder Gewürze sey , daß sie die Eßlust erregen, undihr geringster Nachtheil daß sie sachte die Därmeverbrennen.
Der Zucker scheint eines unserer ersten Bedürfnissegeworden zu seyn. Man glaubt insgemein er ma-che Schleim und verdickere das Blut da doch Bo-erhaave gezeiget daß er eine sehr grosse, auflösende,seifenhafte Kraft in dem menschlichen Körper aus,sert, den Schleim schmelzt, eröfnet, verdünnen ,und zertheilt. Aber Boerhaave sagt auch daß derZucker durch diese allzugrosse Schmelzkraft unsereöhlichte Theile zu sehr auflöst, mager macht, undwegen der allzugrosse» Erdünnerung der Säfteschwächt, und die festen Theile schlapp macht. Manmuß sich daher nicht verwundern daß Fracaßini un-ter die entfernten Ursachen der Hypochondrie auchden Zucker zählet. Aber darüber muß man sichwundern, daß Linnäus sagt, Leute die gerne Zu-cker in ihren Speisen gelitten, seyen recht alt ge,worden.