566 viertes Buch,
Theebou am meisten, und zwar mit einer Einweich-ung der Japanischen Erde.
In China wird von den gemeinen Leuten der schlech-teste Thee häufig m einen grossen Kessel geworfen,und den ganzen Tag mit Wasser abgekocht, dieserThee ist ihr gewöhnliches Getränk. Die Vorneh-mer» bedienen sich ihres feinern Thee fast ausgleicheArt wir wir, doch trinken sie ihn ohne Zucker, undnur die Tartaren mit Milch. In Japan wird derThee zu Pulver verrieben, mit heisscm Wasser ver-mischt , so lange umgerührt bis er schäumt wie Cho-colade, und ohne Zucker getrunken.
Uebcrhaupt erheben die Asiatischen Völker und be-sonders die Chineser den Thee als die gröste uud be.ste und allgemeinste Arzney. Ich habe ChinesischeRecepte wider die Erschöpfung der Lebensgeister undden Kopfschmerz, wider den Stulzwang , widerden Goldadcrfluß, wider daö Herzwehe, wider dieHartleibigkcit nach der Geburt, wider die Schmer,zen in den Nieren, wider allerley Gifte, wider dasBeissen in den Pocken, wider den Schletm im Hal-se , wider die Neigung zum Brechen, wiver die Ver-hüttung der Zeiten, und wider den Husten gesehen,die entweder ganz allein aus Thee bestunden oderbey welchen doch der Thee die Hauptsache war.Aber mal» weis viel zu wühl, wie übermäßig dieChineser alles erheben was aus ihrem Erdreich em-por steigt, und wie unrichtig fast jeder Mensch ur.theilt, wenn er im Enthusiasmus urtheilt.
Man hält doch in China selbst den grünen Thee