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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
588
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siebentes Capitel. 57;

ken, weil der weisse FW eine Schlappigfeit derEchleimhölcn der Mutter ist.

Man steht das, der nicht ungemein sparsame Ge-brauch des Thee allen Menschen schädlich ist, derenfeste Theil einen Hang zur Erschlappung -haben.Die Zufälle dieser Erschlappung können sich freilichnicht unmittelbar nach dem Theekrinken bey Perso-nen äussern, deren Kräfte noch grösser sind als dieGewalt eines langsamen Giftes. Nicht jede Wir-kung folgt plötzlich auf ihre Ursache , sonst wärendie Menschen unstreitig klüger als sie itzt sind DerThee findt also unstreitig eine beträchtliche Stelle inder Reihe der entfernten Ursachen der Krankheiten.

Der Caffee gehört in die gleiche Classe. Er wächstursprünglich in dem glücklichen Arabien und in Ethio»pien. Die alten Griechen wußten von dem Caffeenichts, auch die Arabischen Schriftsteller gedenkendesselben nicht, die älteste Nachricht von dem Caf-fee soll nicht älter seyn als etwa drcyhundert undsechszig Jahre. Er ward zuerst durch den Rauwol/und also noch nicht vor zweyhundert Jahren bekannt,auch ist er in Europa nicht über hundert und zwan,zig Jahre gebräuchlich. Man hatte den Caffee einegeraume Zeit allein aus dem Morgenlande, die Hol,länder pflanzten denselben zuerst in Sürinam, dirFranzosen erhäschten ihnen im Jahr 1724 einigePfunde von dem ganz frischen Caffeesamen, undsäeten denselben in Cayenne und Martinique aus.Nun ist der Amerikanische Caffee in ganz Europagemein.