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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / Joh. Georg Zimmermann
Entstehung
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633
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Ü20

viertes Luch,

Samengefässe mit einer beträchtlichen Geschwulst,grosser Spannung und Schmerz, in einem scharf-sinnigen Freunde gesehen, der von Paris nach Göt-linqen gekommen war, wir besorgten ihn anfangssehr ernsthaft, er half sich aber Mst, unmethodischund gut. Der Marquis von Rcnty ward in Partsdurch ein Keuschheitsgelübde krank, und starb. DerHerr von Halter hat in Paris einen Wundarzt ausAnspach gesehen, der zu Hause geheyrathet war und jin Paris auf die Befehle seiner Frau des Beyschla- !fes sich enthielt, er verfiel daher in eine wunderba-re Harnwinde und in so heftige Zusammcnziehun- !gen der Harnröhre, daß man das kleinste Werk-zeug nicht durchbringen konnte; mein erlauchter Leh-rer erklärte dieses Uebel aus dem Drucke des übcr-flüßigen Samens, und des ihn begleitenden Saftes.Einer der alisserordentlichsten Geister unter allen vo-rigen und iztlebenden Menschen ist auch mit solchenZuiämmenziehungen der Harnröhre gequälet , einfürchterliches Uebel dessen Ursach hiehcr nicht zu ge-hören scheint. Ein Arzt der lange bey den Oester.reichischen Armeen in Italien seine Kunst ausgeü-bet bemerkte daß die unverhcyratheten und keuschlebenden Soldaten in Pollutionen, Starrsuchtendes Geburtsgliedes, und sogar in heftige Zuckun-gen verfielen. Selbst die Sitten leiden von dergänzlichen Zurückhaltung des sonst den Menschen sosehr belebenden Samens , wie von seiner Verschwen-dung. Die Verschnittenen sind meistens schüchtern,geitzig, neidisch, tückisch, argwöhnisch, niederträch-