zehntes Capitel. S2;
Aristoteles hielt den Kitzel der ersten Reinigung ft'ir sobedenklich, das, er ricth in dieser Zeit die Margenam meisten zu hüten.
In Grönland haben die Weiber ihre Reinigunggar nicht, in Spanien und Italien häufig, in hcis,fern Ländern schon weniger. Bey einer bhr starkenLeibesübung verschwindet sie wegen der gcössniÄns»dl'instung fast ganz, daher haben die Weiber in Bra,stlien ihre Reinigung nicht, weil sie die mein ,1 Ge-schäfte der Männer verrichten. Bey fetten Weib- mist die Reinigung überhaupt sparsam, wenn sie nichtsehr wollüstig find oder stark trinken, sie bleibt ihnenauch leicht zurück und doch ändert sich ihre Gesichts-farbe dabey nur selten, hingegen sind sie sehr hefti-gen Coliken unterworfen wenn die Reinigung vor,Handen ist. Bey Weibern von einem melaucolisthcnTemperamente ist die Reinigung sparsam und un,ordentlich , und ich sehe daß sie sich bald alle dreyWoche», bald alle vierzehn Tage und bald nur allesechs Wochen äußert Bey einer wollüstigen Lebens,art ist die Reinigung häufig, die Damen in PanS ver-spüren sie mehrentheils zwcymal des Monats. GeileJungfern haben ihre Reinigung ohne Krankheit z,,^weilen ausser der Zeit, weil ein grösserer Trieb desBlutes zu den Gcburtütheileu auch allemal ein grös-serer Trieb desselben zu der Mutter ist, und weilAdam Breudcl ja sogar von geilen Weibspersonenwahre menschliche Encr abgehen gesehen. D>e Lie-be treibt das Blut sagt der Herr von Halter, sie ver-mehret die Zahl her Pulse, und giebt ihnen eine U»-