zwölftes Capitel. 691
dem hellen Tage auf einer weissen Mauer / oderauf dem Papier; diese ihm allein sichtbare Funken,sezt Fontenclle hinzu / waren auf einmal eine Wir-kung und ein Bild der heftigen Bewegungen in sei-nem Hirn. Ich will diese Bewegungen aus derReihe der Ursachen dieser van dem malerischen Fon-tenclle allzukünstlich beschriebenen Funken nicht aus-schließen/ dcch scheint mir beynahe die vornehmsteUrsache dieser Erscheinung das einem Studircndenso angenehme Arbeiten bey der Nacht. Zu immungrossen Vcrbrusse kann ich hier aus eigener Erfah-rung schreiben / indem ich fast das ganze vergange.ne Jahr hindurch/ den Tag rings um mich her/entweder feste oder vorübergehende Funken sah/ dieplötzlich kamen/ bliztcn wie ein Diamond/ undplötzlich verschwanden/ auch Mücken und schwarzeFlecken von verschiedenen Gestalten; des Nachtsim Bette erblickte ich zuweilen grosse Flammen.Ost fühlte ich des Tags / aber doch am meisten beydem Anblick eines Lichtes / einen unleidlichenSchmerz in der T iefe der Augen. Dcmvhngeachtetwaren meine Augen nicht entzündet; mein Blutmachte seinen Uinlauf/ auch wenn m.i» Kopf inder äussersten Bew egung war/ ungcmeiu sanft; meinPuls war langsam und klein/ und diese Erschei-Nllllgch blieben gleich/ wenn ich nüchtern war undvom Essen kam/ wen» ich Wein trank und desWeins mich enthielt. Ich verspürte dieses Gottsey dank izt geheilte aber alle nächtliche Arbeit mirverbietende Uebel zuerst/ als ich nach vielem »ächt-