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Grundliche und Schrifft-mässige Abhandlung des VIII. XI. und XII. Capitels der Epistel St. Pauli an die Römer / wie selbige in offentlichen Predigten vorgetragen, und nun auf Begehren dem Druck übergeben worden durch Johann Heinrich Friess, Pfarrer der Kirch bey St. Peter
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242
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Ueber Römer vm.v. 2 ;.

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das Aug, bald das Ohr , bald die Hand , bald die Füß. Durchgehet alleExempel der Heiligen, ihr werdet finden, daß fie nur gehabt Erstlinge desGeistes : Geringe Anfang der Erkanntnuß / der Widergeburth und derHeiligung Gott könnte zwar denSeinigen den Geist der Erneuerung hier inZeit vollkommenlich schencken, eben wie er fie vollkommen gerecht spricht.

Er wil ihnen aber nur Erstling geben,umsievorHoffarthenzu bewah-ren , in dem geistlich/« Kampf und Streit zuüben,und in ihnen eine Gegirdzuerwecken / aufgelöset zu werden auß dem Leib dlses Todes: Wovonwir über den 2. Puncten seinerzeit ein mehrers hören werden. Ob es abergleich nur find Erstlinge, so versicheren fie doch die Gläubige der völligenErnd. Es find Trauben auß Lanaan, die ihnen den Befitz des Landesder Lebendigen verheizen: Dann der Herr, der fie einmahl geschaffen,und zu feiner Ehre gestaltet wil das werck seiner Handen nicht ver-lassen. Darum wird auch der heilig Geist, der hier mit den Erstlingenverglichen wird,anderstwo genenet einHaffcpsanig«^«^°''.EinHafftpfänning aber ist ein Pfand, das ein Bräutigam gibt seiner Braut, um fie dar-durch der vollkommnen Gemeinschaft seiner Güteren zu versicheren. Indem ewigen Leben, in dem Ierusalem ,das droben ist, wir- die fölligeErnd seyn , wann ihr Verstand vollkommen erleuchtet, ihr Will vollkom.'men gehetliget, und Gott durch seinen Geist,nach dem Außfpruch Pauli,inihnen wird seyn alles in allem, und sie in der völligen Gemeinschaft seinerGüteren ewig frolocken werden.

Was für ein unleidenlicher Stoltz ist es dann,wann deren gesunden wer- Zueignung,den,welche ihnen hier tnZeit von einigerVollkomenheit dörffen träumen las-sen,da doch derApostel sagt: Wir haben nur dwErstling desGeistes.Sievermischen den Stans der Pilgerfahrt mitdemZustand in dem himmli-schen Vatterland, das Gruck- werck mit demvollkomnen: Sie thunGewalt an der Ueberzeugung ihres eigenen Gewüffens,und werden um dtseVollkommenheit zubehaubten,genöthiget,auß dem,wasSünd ist,keinSündzumachen. Allein fie weitläufig dißmahl zu widerlegen, ist nicht unser Vor-haben. Wir wenden uns vtlmehrzu euch, gläubige und außerwehlte Kimder Gottes,um euch auß Visen zwar kurtzen aber nachtrucksammen Wortendes Apostels zugeben.

H. Theils einWortdesTrosts.v.Theils aucheinWortderVermahnung. ZEung.

Ein Wort des Trosts. Daß die Gläubige nur haben die Erstlingdes Geistes,das sol euch trösten.

2. Wider die Versuchungen des leidigen Satans,der euch oft wil zweif-le» machen an der Wahrheit euererWidcrgeburth unter demVorwand,eue-re Gottseligkeit seyest unvollkommemWaslspinnetdiserScelen-Feind, et-

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