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z^6_ Die Acht und Viertzigste Predigt, _
Jnsbesonder werde« wir von diser Wahrheit überzeuget, wannwirun-fere Augen werffen auf alle die Ding, die der Apostel anführet in unseremText, und derenthalben in die Frag kommen möchte: Ob nicht eins der.selben KmderGoltesvon Verhiebe Gottes scheiden möchte?Oder sol-te fie scheiden der Tod? ONetn: Er ist zwahren unter den schreckliche»Dingen das allererschrockenlichste: Aber den Gottlosen, nicht den From-men, denen Sterben ein Gewünn; er scheidet zwahren Leib und See!von etnanderen, aber er scheidet nicht die Seel der Außerwchlten von Gott:Durch den Tod tringen sie zum Leben hindurch. Und darum habensie vilmehr Lust,ausierc dem Leib zu wallen, und daheim bey demHerren zuseyn. Selbst ein gewaltsamer Tod hat das Vermögen nicht,Kinder Gottes von der Liede Christi zuscheiden. Ein solcher ist villmeyr rheur vor dem Angesicht des Herren. Können gleich die Feindund Tyrannen den Leib töden sie können doch die Seele nicht toben.Selvige bleibet eingebunden in dem Bündelein der Lebendigen beydem Herren ihremGort. Solle sie Von derLiebe Gottes scheiden dasLeben? Es ist zwahren daffelbige anzügig,doch lassen sie es gern fahren,weilste etwas beffers vor stch wüffen: Dann sie glauben, sie werden die Gü-te des Herren sehen im Lande der Lebendigen. Ist gleich ihr Leben et-wann ein armseliges, Jammer,volles Leben: Werden sie gleich den gan-gen Tag geplagec, und ist ihre Straff alle Morgen da: So achtensie es doch für eirel Freude, wann sie in mancherley Versuchungenfallen, und sinnen an die Wort deS Apostels: Unser keiner lebet ihm sel-ber, und unser keiner stirbet ihm selber: Dan leben wir, so leben wiedem Herren: Und sterben wir, so sterben wir dem Herren: Darumwir leben oder wir sterben, so sind wir des Herren. Sollen sie von derLiebe Gottes können scheiden die Engel? Engel des Satans. ONein: Sie können Kinder Gottes wohl tncommodieren, aber nicht schädi-gen an ihrem Heil. Sie können sie wie den wäygen reireren, aber nichtmachen, daß ihr Glaub abneme. Ein Engel des Satans kan Paulummit Fausten schlagen: Aber es ist ihm dabey des Herren Gnad genug-sam, als der seine Rrafft in seiner Schwachheit vollendet. BesitzeauchMatth. >6: i8. Sollen sie dannethtn von der Liebe Gottesscheiden Fürstenthum und Gewalt?Dw setzen zwahr offtmahls grimmigan; sie führen herzu Feur und Schwert, Galgen und Rad, um die Bestän-digkeit der Gläubigen zuerschütteren: Aber daß sie vergebens sich bemühen,haben die Exempel der Martyren zu aller Zeit gezeiget, als die weder durchsüffe Wort und Schmeichel-Reden der Feinden, noch auch durch diegrausameste Pein sich haben von der Hoffnung der Evangeliums ent-
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