_ U eber Römer xi. v. 7._ 445
der Weg aller Welt, den die Frommen sowohl als die Gottlosen wand-len müssen, sonder zu dem ewigen Tod, der in einer ewigen Schädling vonGott dem höchsten Gut bestehet,und m einer Verstossungvon dem An-gesicht des Herren, und der Herrlichkeit seiner Starcke.
Den Jsraeliten, als seinem eigenthümlichen Volck hat der Herr sei«ne wege kund gethan. Besitze Psalm 147.19,20. Diß war der Wegdes Glaubens, der Weg der Gerechtigkeit, anfwelchem Abraham undalle Gläubige, so zuvor auf Christum gehoffet haben , etnhergewand-let, und durch welchen sie nicht nur Zeugnuß überkommen, daß sie ge-recht seyen, sondern auch Ruhe gefunden für ihre Seelen: Aber disesWegs hat der fleischliche Haussen der Jsraeliten verfehlet. Sie erwehltenihnen einen anderen weg, den sie für den rechten hielten, und dessenEnd doch zum Tod sichrere. Was sie hätten sollen suchen auß demGlauben, das suchten sie als auß den wercken des Gesayes. Siesuchten ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten: Welches dann ihnenden Weg zu der seligen Gemeinschafft Gottes gäntzlich verleget, und sie ineinen Seelen-gefahrlichen Labyrinth geführet hat.
Das leget uns der Apostel vor in den E. A vorgelesenen Worten. Erhat bißdahin gezeiget , Gott habe sein Volck, die Juden, nicht gäntzlichverstoßen. Ihre Vcrstossung seye nicht durchgehend und allgemein,welches er dann nicht nur mit seinem selbst eigenen Exempel erwisen, sonderauch fürnehmlich mit dem, das sich in den Tagen des Propheten Heliä zu-getragen, wie dazumahl, obgleich Hellas vermeynt, er seye allein über«gebliben , gleichwohlen noch Gott ihme lassen siben tausend Man«überbleiben, welche dem Baal die Lnye nicht gebogen haben: Als»seyen nun auch diser jetzigen Zeit, unter dem ungeschlachteren undverkehrten Geschlecht der Juden, etliche nach der Wahl der Gnade»übergeblieben.
Jetz machet der Apostel dem ersten Stuck, daß die Verstossung der Ju-den nicht durchgchends, oder allgemein, einen summarischen Schluß nndzeiget, es seyen freylich noch etliche under den fleischlichen Juden nachder Wahl der Gnaden übergebllben, wiewohl der gröste Theil Vonihnen dem Gericht der Verftockung übergeben worden welches er in denfolgenden Versen mit Anzug unterschidenllcherSchrtfft-Orten beweisenwild.
D.e E. A. dißmahlen vorgelesene TextS«Wort lauten hievon also:Was dann ? Daß Israel gesuchet hat, das hac es nicht erlanget :DieWabl aber hat es erlanget: Die übrigen aber sind verharretworden. Wobey wir dann mit einanderen zubedencken haben:
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