_ Ueber Römer xn.v.n. _77z
Laster außbricht, es ist bev vilen mehr ein närrisches Gerächter darüber,oder ein liebloses Richten des Nächsten, der durch einen Fahl übereiletworden, und villeicht noch besser ist , als der , der ihn richtet, als aber einheiliger Eifer wider die Sünd, und möchte der Meisten halbe» der Apostelwohl sagen, was er bey einem solchen Anlaaß zu seinen Corintheren gespro-chen: Ar seyt aufgeblasen, und habet nicht vilmehr getrauter. Ja l.C-r rr,.wolle Gott, daß nicht deren wären,welche, wann etwann andere einen hei-ligen Eifer von sich gespühren lassen, ihnen noch wollen zum Satan wer-den, sie bey ihrer Gottseligkeit außspotten und verlachen. Solche müssenPharisäer,Scheinheilige, Biblen-Fresser seyn, da sie doch durch ihr Ver-halten recht der Pharisaeren Art an sich nemmemals von welchen der Hey-land dorten bezeuget, daß sie das Himmelreich vor den Menschen zu-schliefsen ? Sie gehen selbst nicht hinein,und die hineingehen wollen,lassen sie nicht hineinkommen : Also ist ihnen selbst nicht Ernst selig zu- Matih.-;-werden, und wollen auch noch andere daran verhinderen : Gewüßl chhaben solche zuerwarten, daß der Herr, der eifrige Gott , den sie mit ihrerLauigkeit, oder auch Boßbeit, zu Eifer reigen, sie dermableneineß außseinem Mund außspeuen, ja gar von seinem Angesicht verstoßen werde. ^p-e.>7
Was uns betrifft, M. G. laßt uns nach der Vermahnung des Apostels«inbrünstig seyn im Geist, in denen Dingen, welche die Ehre Gottes unddie Seligkeit unserer Seelen betreffen. Das Himmelreich ist nicht fürFaulentzer, sondern für solche, die es zu sich reisten , nicht für die, die alslangsame Schnecken kriechen, sondern für die, die mit St Paulo nachja-gen. Der heilige Geist wird mit einem Feur verglichen,und wann wir mitdisem Geist getaufter sind, so müssen wir auch Feur, aber nicht frömdes,sondern heiliges Feur von uns gespühren lassen. Feurig seyn im Gebätt,feurig in Anhörung göttlichen Worts, feurig in der Liebe Gottes und desNächsten, feurig in allem Guten, als ein Volck, für welches der Herr We-sirs sich dahin gegeben,daß es eifrig wäre zu guten wercken.Je mehr Tit.»n4.wir müssen, wie vil Gutes wir zuverrichten haben, sowohl in Ansehung Got-tes, als auch inAnsehung des Nächsten und unser selbst: Je mehr Feind wirhaben,die uns denWeq zum Himmel zuverlegen suchen, und alleKräfft an-spannen,wie sie inö imLauffderGottseligkeit aufhalten mögen, je mehr wirdvon uns erforderet,daß wir einbrünstig seyen imGeist.RechteSeraphtm,Feuer-Männer,die ein göttlicher Eifer, und dasFeur des Geistes mit ihrenGedancken und Bewegungen in die Höhe treibe.
Thut das, gnädige Herren und Obere. Seyc einbrünstig im Geist.
Eiferet für den reinen Gottes-Dtenft wie David, Ezechias, Josiaö, undandere fromme Könige mehr gethan habm: Eiferet wider Sünd und La-
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