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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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57
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det sie, daß die ärgerlichen Lebensbeschreibungender HH. Antonio, Vincenz Ferrerio, Domemco,Francisco , Giacomo von Gallizien, Hieronimsvon Corltone und Consorten, bald in allen Häusernstecken? Warum sieht sie zu, daß alle diese tolleMärchen erzählt, in Schriften ausgebreitet, an dieKirchenthüren und Säulen angeklebt, und unterdie Bilder der H. Mutter von Loretto, vom Dorn-büsche und St. Lucas, der HH. Domemco vonSuriano, Orestes, Veromca, Christophe!, undtausend andrer solcher Helden gedruckt werden?Der einige Grund dieses Beyfalls der Clerifey,jft und bleibt also der : Daß diese Heiligen-fresserey ihr das Gold, Geld, Juwelen, kurz dieHaab und Gut aller Dummköpfe auf der Welt indie Fiecke jagt. Der Eifer der guten Leuthe mahntmich allemal an den Bruder Timotheus in derMendragora des Machiavells, der sich also ver-lauten läßt:Da ich diese Nacht kein Aug schlies-sen konnte, suchte ich mir die Zeit auf allerleyWeise zu vertreiben. Ich betete meine Mette,las das Leben eines Heiligen; gieng in eine Kir-sche; zündele dort die verloschene Lampe an, undhängte dem wunderthättgen Mareyenbilde einenandern Schleyer um. Wie oft hab ich es diesemund jenem Frater gesagt, die L. Frau doch sauberzu halten; da sie sich beklagen, daß die Zahl derGläubigen immer abnimmt. Ich erinnere michnoch wol, wie ;so. Gelübdtäfelm da hiengen; itztsind ihrer kaum 20. Daran sind wir allem